Pfarrkirche St. Johannes Menzingen

 

Pfarrkirche St. Johannes Aussenansicht Friedhofseite

 

Pfarrkirche St. Johannes Innenansicht

 

Hochaltar

 

Das grosse Deckenbild zeigt die Enthauptung Johannes des Täufers

Reservationen:  
über das: Kath. Pfarramt, Holzhäusernstr.1

Tel. 041/757 00 80

Fax 041/757 00 89

Sigrist Huser Castor  
Hilfs-Sigristen:

Hausheer-von Euw Cornelia  

von Euw-Kälin Angelika

 

Menzinger Kirchenbaugeschichte in Kurzform

 

bis 1479

Das Gebiet von Menzingen gehörte zur Pfarrei Baar. Dann wurde Menzingen von Papst Sixtus IV. zur Pfarrei erhoben (Bulle vom 12. Juli 1479 noch vorhanden).

1477 bis 1480

Bau der spätgotischen Kirche zu Ehren des Hl. Johannes des Täufers südlich des heutigen Turms, also auf dem heutigen Kirchplatz. Baumeister der Kirche war Hans Österreicher aus Reutlingen. Die auf dem Weg zur Schlacht am Gubel verwüstete Kirche Menzingen wieder hergestellt.

1531 Die auf dem Weg zur Schlacht am Gubel verwüstete Kirche Menzingen wieder hergestellt.
1600 Erhöhung des Kirchturmes.
1624 bis 1627

Neubau der Kirche nördlich des Turms in mit Übernahme des gotischen Gewölbes (samt den Fratzen) aus der alten Kirche, die danach abgebrochen wurde. Das Kirchenschiff erhielt eine hölzerne Flachdecke. Renaissance-Hauptportal (in Lindenholz) mit kleinen gotischen Spitzbogen (Jahrzahl am Kirchenportal).

1630

Einbau der Chrützen (Kirchenstände), mit Wappen versehene Plätze an den Seitenwänden für die Menzinger Geschlechter (seit 1959/60 durch neue Beichtstühle unterbrochen).

1639

Einbau des Hochaltars mit Patroziniumsbild Johannes des Täufers, gemalt vom Franziskanerbruder Serafin Schön aus Menzingen. Altar erbaut wahrscheinlich von Michael Wickart den Älteren

1793

Umfassende Umgestaltung des Schiffs: Einbau einer gewölbten Stuckdecke und einer doppel- geschossigen Empore mit Orgel zwischen den beiden Geschossen. Frühklassizistische Stukkierung der Decke und der Fenstereinfassungen. Drei Deckengemälde, Aufbau noch barock perspektivisch, von Joseph Keller aus Pfronten (Allgäu): Enthauptung Johannes des Täufers während des Gastmahls des Herodes (Hauptbild), vorne Moses vor der Ehernen Schlange, hinten Tod des Hohenpriesters Oza bei der Überführung der Bundeslade.  Vier ovale Medaillons zeigen die lateinischen Kirchenväter: Hl. Gregor (mit der Tiara = Papstkrone, vorne rechts), Hl. Augustinus (Bischof, mit Buch, vorne links), Hl. Ambrosius (Bischof, mit   Bienenkorb, hinten rechts) und Hl. Hieronymus (in Kardinalshabit und Kardinalshut, hinten links). Zwei Medaillons (Verkündigung durch den Engel an  Maha) über dem Chorbogen. Kirchenbänke mit  klassizistischen Wangen (auf der Innen- und Aussenseite). Etwas später Kanzel mit turmähnlichen  Deckenaufbau eingebaut, erbaut wahrscheinlich ebenfalls von Michael Wickart den Älteren.

1845

Seitenaltar links, klassizistischer Stil, aus Holz, marmoriert. Muttergottesaltar: Hauptbild Maria mit dem Kind nach der Sixtinischen Madonna, gemalt von Melchior Paul von Deschwanden.

1851

Seitenaltar rechts, klassizistischer Stil, aus Holz, marmoriert.  Sebastiansaltar: Hauptbild von Franz Xaver Zürcher.

1868 Kleine Renovation (Jahrzahl am Kirchenportal).
1869 Neue Kirchturmuhr.
1876 Kleine Renovation.
1905 Renovation und Umgestaltung der Kirche: Hochaltar und Seitenaltäre wurden in Weiss und Gold gefasst, die Stukkaturen im Schiff teilweise übertüncht und zum Teil vergoldet, die Deckengemälde zum Teil übermalt, die Kreuzigungsgruppe vom Chorbogen an die Chorwand versetzt; neugotisches Rankenwerk im Rippengewölbe des Chors gemalt.
1906 Neue pneumatische Orgel.
1947 Erneuerung der Beleuchtung.
1952 Kleine Renovation.
1959

Renovation der Kirche und Errichtung eines Anbaus, bei der die Doppelemporen mit Orgelnische entfernt wurden. Neue Empore. Neuer Standort der Orgel. Die klassizistischen Kirchenbänke wurden ersetzt.  Veränderungen von 1905 wurden rückgängig gemacht. Hochaltar in Anlehnung an restaurierte Seitenaltäre marmoriert. Neue Fassung der Klemens-Reliquien. Versetzung der Kanzel um ein Fensterjoch nach vorne. Rokoko-Tabernakel und die kleinen schräggestellten Seitenaltäre neben dem Hochaltar entfernt. Zukauf eines Tabernakels von 1639 aus dem Kanton Graubünden.  Renaissance Hauptportal von hinten Mitte an die Südseite des Anbaus versetzt, dem auch eine Taufkapelle angegliedert wurde (Taufstein 1922).

1960 Kirche unter den Schutz der Schweiz. Eidgenossenschaft gestellt.
1961 Farbige Glasgemälde der Stationen im Schiff eingebaut: Entwurf August Frey, Fertigung Mäder, Küsnacht.
1964 Aussenrenovation.
1970          Kirchturmsanierung. Die Holzschindeln des Turmhelms wurden durch eine Kupfereindeckung ersetzt.
1972 Neuer Orgelspieltisch mit elektrischer Traktur.
1977 Lautsprecheranlage eingebaut.
1978

Neuer Altartisch zur Zelebration zum Volk hin und Ambo gemäss den Intentionen des Zweiten Vatikanischen Konzils neu geschaffen, stilistisch den Seitenaltären angeglichen. 

1980 Kirchturmbeleuchtung installiert.
1981 Schützendes Vordach über dem Renaissance‑Hauptportal.
1986 Grössere Revision der Orgel.
1988 Umdecken des Hauptdaches mit neuem Unterdach.
1991     

Restaurierung der Bilder an den Kirchenständen hinten in der Kirche und zwei (früher von dort entfernte) Kirchenstände stilgerecht neu erstellt. Pflästerung des Weges auf der Friedhofseite. Wieder zurückerhaltene Ewiglichtampel restauriert und im Chor aufgehängt.

1992 Umdecken des Chordaches.
1993 Pflästerung des Kirchenvorplatzes.
1994

Studie über den Hochaltar, da wegen der 1959/60 eingebauten Warmluftheizung Schäden an den Holzteilen eintraten und sich Teile vom Altar lösten. Zum Teil wurde die Originalbemalung festgestellt, die aber keine Rückversetzung des Altars in den Urzustand angezeigt erscheinen liessen. Automatische elektronische Sicherungsanlage aller Kulturgüter in der Kirche.

1996

Hochaltar-Konservierung im Zustand von 1959/60, damit die Originalbemalungen nicht für spätere  Restaurationen verloren gehen. Chorgewölbe gereinigt. Chorbeleuchtung erneuert. Platzierung der beiden zurückerworbenen Orgelflügelbilder aus dem 18. Jahrhundert links im Chor.

1998

Erneuerung der Heizungsanlage und Einbau der Bodenheizung im Chor und Schiff. Energetische Sanierung der Fenster und des Gewölbes. Sicherung der farbigen Glas-Stationsbilder. Sanierung der Kirchenbänke im  Schiff. Einbau eines Querganges auf 2/3 Höhe des Schiffes. Erneuerung der Lautsprecheranlage und Anschaffung der elektronischen Liederanzeigetafel. Reinigung des Schiffes und der Deckengemälde. Die zufällig entdeckten farbigen Einfassungen (wohl von 1793) im Schiff bei den Fensterbogen und bei den „Zähnen" unterhalb der Simse wurden wieder freigelegt und restauriert. (Gleiche farbige Elemente im Chor  entdeckt. Da diese aber im Zusammenhang mit der möglichen Farbigkeit der Chordecke stehen könnten, wurde auf die Freilegung bis zu einer umfassenden Innenrenovation verzichtet). Rückversetzung des Taufbeckens (von 1922) zum Chorbogen hin mit gleichzeitiger Verbreiterung der untersten Treppe mit Sandsteinplatten. Bildung von Banknischen für rollstuhlabhängige Mitchristen vorne links und rechts. Entfernung, bzw. Einlagerung der Kommunionbank (von 1959). Weihwasserstandgefäss in den Anbau (von 1959) integriert. Einbau einer umfassenden Brandmeldeanlage. Erneuerung der gesamten Elektroanlagen, Anpassung der elektronischen Sicherungsanlagen.

2000 Seitenaltäre-Konservierung im Zustand von 1959/60, damit die Originalbemalungen nicht für spätere Restaurationen verloren gehen) und Restaurierung der Kanzel

2001

Neue Orgel: Kirchgemeinde-Beschluss zum Kauf einer neuer 40-Register-Orgel.

2003 Die Empore an den Seiten soweit zurück versetzt, dass die Fenstereinfassungen freigelegt und rekonstruiert werden konnten. Alte Orgel nach Jajce in Bosnien verschenkt, neue Orgel am 16. November 2003 eingeweiht.
Projekte: Erneuerung der Beleuchtung, Aussenrennovation

Diese Menzinger Kirchenbaugeschichte in Kurzform wurde zusammengestellt vom Kirchenrat Menzingen aus Kirchgemeinde-Protokollen und verschiedenen Buchauszügen, u.a. „500 Jahre Pfarrei Menzingen“, „Menzingen“ von A. Staub, Menzingen. Die Jahreszahlen können Beginn oder Ende einer Arbeit, eines Um- oder Anbaues, usw. sein.

Hochaltar, 1639
1 Hauptbild: Taufe Jesu durch Johannes des Täufers Br. Serafin Schön 1640
2 Oberbild: Maria Himmelfahrt Br. Serafin Schön
3 Hl. Wolfgang, Bischof von Regensburg mit der Kirche
4 Hl. Konrad, Bischof von Konstanz mit dem Kelch
5 Hl. Katharina mit dem Rad
6 Hl. Barbara mit dem Turm
7 Tabernakel 1639 seit 1959 in Menzingen
8 Hl. Clemens 1675 von Rom überführt
9 Hochaltar vorwiegend aus Tannenholz (Fichte), Figuren aus Lindenholz. Erstellt: 1639, renoviert:
1862 / 1905 / 1960'/ 1996

Seitenaltar links, 1845
10 Hauptbild: Maria mit Kind Paul Deschwanden 1845
11 Oberbild: Hl. Dominikus
12 Piettà spätgotisch 1. Hälfte 16. Jahrhundert
13 Hl. Josef 17. Jahrhundert
14 Hl. Joachim, Ehemann Annas, Vater Marias 17. Jahrhundert

Seitenaltar rechts, 1851  
15 Hauptbild: Hl. Sebastian Franz Xaver Zürcher
16 Oberbild: Hl. Aloisius
17 Hl. Karl Borromäus 17. Jahrhundert
18 Hl. Rochus 17. Jahrhundert

 

 

 

Kanzel ca. um 1800 renoviert im Jahre 2000
19 Erzengel Michael (mit Schwert) ganz oben
20 Hl. Johannes der Täufer oben Mitte
21 Hl. Paulus (mit Schwert und Buch) oben links
22 Christ König (mit Weltkugel) oben Mitte
23 Hl. Petrus (mit Schlüssel und Buch) oben rechts
24 Evangelist Matthäus (mit Engel) unten links
25 Evangelist Markus (mit Schaf) unten halblinks
26 Evangelist Lukas (mit Stier) unten Mitte
27 Evangelist Johannes (mit Adler) unten halbrechts

 

Orgelflügelbilder links, 18. Jahrhundert: Johannes vor Herodes / Johannes Enthauptung

 

 

Chorgruppe rechts, 1630: Kruzifix, Maria und Johannes

 

 

 

Ein Hinweis in eigener Sache: Diebstahlssicherung. Seit mehreren Jahren sind alle Gegenstände in der Pfarrkirche elektronisch gesichert. Diese Sicherungsanlage wird ständig aktualisiert und ist direkt mit der Kantonspolizei verbunden.

 

 

Copyright © 2006 [Pfarrei Menzingen].

Stand: 21. Juli 2007